Gefangene China

  • China: Zwei Christen seit drei Monaten inhaftiert

    China: Zwei Christen seit drei Monaten inhaftiert

    Frankfurt am Main. Als Gefangene des Monats März 2024 haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA die chinesischen Christen Ding Zhongfu und Zhou Songlin benannt. Der Gemeindeälteste Ding und Pastor Zhou wurden bei Razzien am 30. November 2023 festgenommen. Sie gehören der Ganquan-Hauskirche in der ostchinesischen Stadt Hefei (Provinz Anhui) an, die sich weigert, sich der staatlich kontrollierten Dachorganisation evangelischer Kirchen anzuschließen, der sogenannten Drei-Selbst-Vereinigung.

    Berichten zufolge wurden bei diesem Einsatz mindestens zehn Mitglieder der Hauskirche zum Verhör abgeführt. Die Polizisten durchsuchten zudem die Wohnungen der Betroffenen. Anschließend wurden Ding Zhongfu und Zhou Songlin inhaftiert. Mit ihnen zusammen wurden zwei Prediger und ein Mitarbeiter festgenommen, die aber am 28. Dezember gegen Kaution freikamen. Ihnen allen droht ein Prozess wegen angeblichen Betrugs. Dieser Vorwurf wird häufig gegen Leiter christlicher Gemeinden vorgebracht, die sich nicht der Kontrolle der kommunistischen gelenkten Behörden unterwerfen.

    Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, sich in Briefen an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping für die Freilassung der chinesischen Christen Ding Zhongfu und Zhou Songlin einzusetzen. Die Verfassung des Landes garantiert „die Freiheit des religiösen Glaubens“.

    Die Appelladresse lautet: Staatspräsident Xi Jinping via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Fax 030-27588221.

    Sie können dazu den Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Dieser ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen:

  • China: Hauskirchen-Prediger an unbekanntem Ort festgehalten

    China: Hauskirchen-Prediger an unbekanntem Ort festgehalten

    Frankfurt am Main. Als „Gefangenen des Monats November 2023“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den chinesischen Christen Chang Hao aus der Provinz Yunnan benannt. Sie rufen zum Einsatz für ihn auf. Der evangelische Hauskirchen-Prediger wurde am 14. April 2023 im Zuge einer Durchsuchung seiner Kirche festgenommen. Die örtliche Polizei beschlagnahmte anschließend zwei Mobiltelefone, einen Laptop, Bibeln und sämtliche christliche Literatur der Hauskirche sowie Mundschutzmasken, die mit Bibelsprüchen bedruckt waren.

    Die Gemeinschaft war nicht der staatlich kontrollierten Drei-Selbst-Kirche beigetreten, war aber durch die Verteilung der Masken mit Bibelzitaten in der Gegend um die Stadt Zhaotong bekannt geworden. Chang Hao durfte bislang weder seine Familie noch einen Verteidiger sprechen. Die Behörden verweigern dem Anwalt zudem den Zugang zu den Akten. Seine Angehörigen haben bislang nichts über seinen Verbleib erfahren können. Er habe Streit gesucht und Ärger provoziert, so lautet der Vorwurf, den die Polizei gegen den Prediger erhoben hat. Vor der Festnahme war er aber schon öfter vorgeladen und verhört worden. Weil seine Gesundheit bereits zuvor angeschlagen war, unter anderem durch eine Diabetes-Erkrankung, ist seine Familie besonders besorgt.

    Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, sich in Briefen an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping für die Freilassung des chinesischen Christen Chang Hao einzusetzen. Die Verfassung des Landes garantiert „die Freiheit des religiösen Glaubens“.

    Die Appelladresse lautet: Staatspräsident Xi Jinping via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Fax 030-27588221.

    Sie können dazu den Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Dieser ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen:

  • China: Glaubensweitergabe „illegales Geschäft“? Pastor einer Freikirche verhaftet

    China: Glaubensweitergabe „illegales Geschäft“? Pastor einer Freikirche verhaftet

    Frankfurt am Main. Als Gefangenen des Monats August 2023 haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den chinesischen Pastor Deng Yanxiang benannt. Sie rufen zum Einsatz für ihn und drei weitere Mitglieder der Shengjia-Kirche aus Foshan-Shunde in der Provinz Guangdong auf. Am 24. Mai 2023 erschienen mehrere Dutzend Beamte, Sicherheitskräfte und Mitarbeiter der städtischen Aufsicht sowie des Amtes für religiöse Angelegenheiten und führten eine Durchsuchung der Kirche sowie des angrenzenden Schulungszentrums durch. Zunächst beschlagnahmten sie Unterrichtsmaterial. Daraufhin nahmen sie den evangelischen Gemeindeleiter sowie drei Mitarbeiter in Gewahrsam. Ihnen wird „illegale Geschäftstätigkeit“ vorgeworfen. Sie werden seither in Foshan im Nanhai-Distrikt-Gefängnis festgehalten und die Höchstdauer der gesetzlich begrenzten Untersuchungshaft ist bereits abgelaufen. In China sind Religionsgemeinschaften einer strengen Kontrolle durch die Kommunistische Partei unterworfen. Viele Christen – Schätzungen zufolge bis zu 130 Millionen – treffen sich in staatlich nicht registrierten Gemeinden. Die Behörden verunglimpfen deren Aktivitäten zum Zweck der Glaubensweitergabe in zahlreichen Fällen als Wirtschaftsdelikte, weil sie etwa Spenden für Zwecke ihrer Untergrundgemeinde sammeln und verwenden. Das staatliche Vorgehen verstößt gegen das Recht auf Religionsfreiheit, wie es in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formuliert wurde.

    Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, sich in Briefen an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping für die Freilassung des Pastors Deng Yanxiang einzusetzen. Die Verfassung des Landes garantiert „die Freiheit des religiösen Glaubens“.

    Die Appelladresse lautet: Staatspräsident Xi Jinping via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Fax 030-27588221.

    Sie können dazu den Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Dieser ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen:

    Bildrechte: Von Furfur (help with Chinese characterers by Newfitz Yo! and Unravel17 is gratefully acknowledged) – Eigenes Werk, based on Map-Qing Dynasty 1820.jpg, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75452637

  • Chinesische Pastorin: Acht Jahre Haft für Spendensammeln

    Chinesische Pastorin: Acht Jahre Haft für Spendensammeln

    Frankfurt am Main. Als „Gefangene des Monats Juli“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und IDEA die chinesische Pastorin Hao Zhiwei benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die 51-jährige Witwe und Mutter von zwei Söhnen einzusetzen und für sie zu beten. Die Christin wurde im Juli 2019 in der Stadt Ezhou (Provinz Hubei) verhaftet. Ein dortiges Bezirksgericht verurteilte sie im Februar 2022 wegen angeblichen Betrugs zu acht Jahren Gefängnis. Der Vorwurf: Sie soll von Mitgliedern ihrer Hauskirche ohne staatliche Genehmigung Spenden gesammelt haben. Die Pastorin hatte ein Angebot zur Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Staat abgelehnt. Sie hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.
    2018 starb Haos Mann, der ebenfalls Pastor war. Im August 2019 wurde das Kirchengebäude der Gemeinde abgerissen. Danach folgten weitere Anklagen gegen Leitungsmitglieder wegen angeblichen Betrugs. Aus dem Gefängnis heraus ermutigte Hao ihre Söhne, mehr in der Bibel zu lesen und daraus zu lernen. So schrieb sie: „Gott hat einen Plan für unser Leben.“ Sie bat ihre Söhne, „in fester Beziehung zu Gott zu stehen“.

    Bitte, appellieren Sie an den chinesischen Staatpräsidenten Xi Jinping, sich für die sofortige Freilassung der Pastorin einzusetzen. Sie ist laut Menschenrechtlern eine Gefangene um ihres Glaubens willen und keine Betrügerin. Es gehöre zur Religionsfreiheit, Spenden zur Unterstützung von Gemeinden und Kirchen zu sammeln. In der rund 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik leben nach Schätzungen bis zu 130 Millionen Christen. Viele von ihnen treffen sich in staatlich nicht registrierten Gemeinden, die besonderer Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt sind.

    Die Appelladresse lautet: Staatspräsident Xi Jinping via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Fax 030-27588221.

    Sie können dazu den Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Dieser ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen:

  • China: Sieben Jahre Haft für christlichen Buchhändler

    China: Sieben Jahre Haft für christlichen Buchhändler

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Mai 2022“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die evangelische Nachrichtenagentur IDEA den Christen Chen Yu aus der Volksrepublik China benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den christlichen Buchhändler aus der Hafenstadt Taizhou in der südostchinesischen Provinz Zhejiang einzusetzen und für ihn zu beten.

    Chen Yu ist seit September 2019 in Haft. Ihm wird vorgeworfen, in seinem „Weizen Buchladen“ einer „illegalen Geschäftstätigkeit“ nachgegangen zu sein. Er geriet wegen des Verkaufs christlicher Literatur, darunter Bibeln, die in den USA und in Taiwan gedruckt worden waren, ins Fadenkreuz der kommunistischen Behörden. Im September 2020 wurde der Buchhändler zu einer siebenjährigen Gefängnisstrafe und einer zusätzlichen Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wurde inzwischen in einem Berufungsverfahren bestätigt.

    Zu den Autoren der christlichen Werke, die Chen Yu verkaufte, zählte auch Hauskirchenpastor Wang Yi von der Untergrundkirche „Early Rain Covenant Church“ aus Chengdu (Provinz Sichuan), der im Februar 2019 „Gefangener des Monats“ war. Im Gerichtsprozess verriet der Staatsanwalt, dass die Ermittler mehr als 12.000 Bücher im Geschäft und Lager Chen Yus sichergestellt und sie sodann vernichtet hätten. Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, sich in Briefen an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping für die Freilassung des Christen einzusetzen. Die Verfassung des Landes garantiert „die Freiheit des religiösen Glaubens“.

    Die Appelladresse lautet: Staatspräsident Xi Jinping via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Fax 030-27588221.

    Sie können dazu den Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Dieser ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen: