Gefangene China

  • Appellbitte für den chinesischen Anwalt Li Heping

    Als „Gefangenen des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den in China inhaftierten christlichen Anwalt Li Heping benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Betroffenen einzusetzen und für ihn zu beten. Am 10. Juli vorigen Jahres verschleppten den Juristen Männer, die sich als Beamte des Tianjin Städtischen Sicherheitsamtes vorstellten. Vier Stunden wurde seine Wohnung durchsucht, Akten und Datenträger daraus entfernt. Das Amt und die Polizei in Peking bestritten noch acht Tage darauf, dass sich Li in ihrem Gewahrsam befindet. Erst am 8. Dezember haben die Behörden seiner Frau bestätigt, dass dem 45-Jährigen Staatsgefährdung zur Last gelegt wird.

    Li, der an der renommierten Renmin Universität in Peking einen Masterstudiengang in Jura absolviert hat, verkörpert mit seinem Profil und seinem Einsatz das, wovor sich die Kommunistische Partei in China fürchtet. Von der Stiftung National Endowment for Democracy, die 1983 vom US-Kongress zur weltweiten Förderung der Demokratie gegründet wurde, erhielt er den Demokratie-Preis für Religionsfreiheit, weil er etwa nicht-registrierte christliche Gemeinde gegen staatliche Übergriffe vertrat. Darunter war auch ein zum Tode verurteilter Repräsentant der christlichen Gruppierung San Ban Pu Ren, die die Regierung als „gefährliche Sekte“ verfolgt. Unerbittlich ging das Regime gegen Li vor, als er im September 2007 bereits erstmals staatlich entführt und in der Folge gefoltert wurde, was sich 2011 noch einmal wiederholte. Bitte appellieren Sie an Seine Exzellenz, Staatspräsident Xi Jinping via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Fax 030 27588221.
    >>>Sie können dazu den vorbereiteten Musterbrief herunterladen, der lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist.

    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! 

  • China: Appellbitte für zwei katholische Priester

    Frankfurt am Main. Die IGFM bittet, sich im Juli besonders für die Freilassung der in China inhaftierten katholischen Priester Quan Xiaoyun (41) und Cao Jianyou (43) einzusetzen und deren sofortige Freilassung zu fordern. Die beiden Geistlichen kommen aus der Stadt Mudanjiang in der nordöstlichsten Provinz Heilongjiang. Am 22. März vorigen Jahres drangen Polizisten in eine Privatwohnung ein, in der die Priester der sogenannten Untergrundkirche gerade einen Gottesdienst feierten. Die Sicherheitskräfte führten die beiden so eilig ab, dass einer der Festgenommenen sogar seinen Mantel zurücklassen musste. In der Folge wurden sie lange verhört und schließlich „illegaler religiöser Aktivitäten und nicht registrierter religiöser Verehrung“ beschuldigt. Noch immer werden sie an unbekanntem Ort festgehalten. Auch eine Annäherung zwischen Peking und dem Vatikan, die sich durch regelmäßigere Dialogtreffen seit Ende vorigen Jahres abzeichnet, führten bislang nicht zur Freilassung dieser Priester.  Ihren Appell richten Sie bitte an den Staatspräsidenten Xi Jinping, Via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin; Fax: 030-27588 221. Sie können dazu den fertigen Musterbrief herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Sie können ihn per Fax oder Brief an die Botschaft in Berlin senden (70 ct).

  • Appellbitte für die chinesische Christin Ge Zhihui

    Peking, 1. März 2014. Geheimdienstmitarbeiter nehmen die 43jährige Christin und Menschenrechtsaktivistin Ge Zhihui in ihrer Pekinger Wohnung im Fengtai-Bezirk fest. Ohne Durchsuchungsbefehl Ge Zhihiu-Bild Frontline Defendersdringen Polizeibeamte in ihre Unterkunft ein und konfiszieren zwei Computer und Petitionsmaterial.-  Frau Ge Zhihui ist Mutter eines 9jährigen autistischen Sohnes und soll sich  nun im Haftzentrum von Fengtai befinden.

    Kurz vor den Olympischen Spielen 2008 hatten die Behörden Ge Zhihuis Haus enteignet. Als dieses abgerissen werden sollte, wurde die zierliche Frau bei einer Auseinandersetzung mit Polizisten so schwer verletzt, dass sie seitdem auf Krücken angewiesen ist. Mit Eingaben kämpft sie gegen staatliche Willkür, unterstützt andere Enteignete und fordert Entschädigung. In dieser Zeit des Kampfes nahm sie den christlichen Glauben an. Nach eigenen Aussagen half die von „Christus gebotene Feindesliebe“ ihren Hass auf die staatlichen Behörden zu mindern. Nach eigenen Worten, sollte ihr neues Lebensziel darin liegen, andere Menschen zu missionieren und den christlichen Glauben zu verbreiten. Im Jahr 2012 schrieb sie an den chinesischen Premierminister Wen Jiabao und verlangte Auskunft, ob Berichte über seine massive Bereicherung der Wahrheit entsprächen. Kurz darauf wurde sie festgenommen und musste 40 Tage in einem örtlichen Gefängnis verbleiben. Auch ihre Mutter und ihr an Autismus leidender Sohn wurden von der Polizei bedrängt. Seit dem Herbst 2013 versammelte sie wöchentlich zwischen 20 und 50 Menschen, welche ebenso durch die chinesischen Behörden bedrängt wurden, in ihrer Wohnung zu gemeinsamen Bibelstudien. Obgleich die Polizei immer wieder bei diesen Zusammenkünften auftauchte, machte sie weiter. Sie ließ sich nicht einschüchtern und besuchte sogar im Ausland einen Kurs über UN-Menschenrechtsmechanismen.

    Beobachter gehen davon aus, dass ihre Tätigkeit in einer christlichen „Untergrund“-Gemeinde – zusammen mit ihrem Menschenrechtseinsatz – zur Verhaftung führte.

    Die IGFM fordert die chinesische Führung auf, die in der chinesischen Verfassung gewährleistete Religionsfreiheit, sowie die in der UN-Erklärung vom 10. Dezember 1998 garantierten Rechte zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern zu achten und Frau Ge Zhihui umgehend freizulassen.

    Bitten Sie die chinesische Führung um Freilassung! Ein Musterbrief, den Sie per Post (Porto 60 Cent), per Fax 030-27588221 oder per Mail-Anhang Chinaemb_de@mfa.gov.cn an die chinesische Botschaft in Berlin senden können, steht >>>als Download zur Verfügung.

  • China: Appellieren für Pastor Zhang!

    Der IGFM-Arbeitskreis Religionsfreiheit weltweit bittet, sich für die Freilassung des Pastors ZHANG Shaojie einzusetzen. Am 16. November 2013 wurde er – zusammen mit 23 Gemeindemitgliedern – von zwölf Polizeibeamten in seiner Kirche abgeführt. Unter den Inhaftierten sind Ältere und Behinderte und die Eltern von kleinen Kindern. Zehn Gemeindemitglieder sind inzwischen freigekommen.

    Der Grund für die Verhaftung liegt in schon länger bestehenden Spannungen zwischen der Kirchengemeinde und den Behörden. Vor Jahren war die ursprüngliche Hausgemeinde gezwungen worden, sich der offiziellen Kirche anzuschließen. Pastor Zhang wurde Präsident der örtlichen offiziellen Drei-Selbst-Kirche und Mitglied der Politischen Konsultativ-Konferenz. Er hatte versucht, die Gläubigen vor Willkür und Verfolgung zu schützen und kam dabei selbst ins Visier der lokalen staatlichen Organe. Auch wurden Gemeindeglieder gehindert, am Gottesdienst teilzunehmen, indem ihre Arbeitgeber sie aufforderten, sonntags zu arbeiten.

    Am Heiligabend wurde eine Gruppe von Rechtsanwälten und Kirchengänger, die sich im Zhangs Haus versammelt hatten, beim Verlassen von einem Schlägertrupp angegriffen.

    Der IGFM-Arbeitskreis bittet, an die chinesische Führung zu appellieren, die in der chinesischen Verfassung garantierte Religionsfreiheit zu achten und Pastor Zhang sowie die noch inhaftierten Gemeindemitglieder umgehend freizulassen

    >>>Download Musterbrief an den Generalsekretär Xi Jinping via Botschaft der VR China

    Fax-Nr. der Botschaft: 030 27588221