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Blog
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China: Hauskirchen-Pastor an unbekanntem Ort festgehalten
Als „Gefangenen des Monats September“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den evangelischen Pastor Zhang Sen aus Fuyang in der westlich von Shanghai gelegenen Provinz Anhui benannt. Er hielt sich in der nördlich seiner Heimat gelegenen Provinz Jiangsu bei Freunden auf, als er am späten Nachmittag des 9. Juli 2025 festgenommen wurde.
Der Ort, wo der Vater von drei Kindern seither festgehalten wird, ist bislang nicht bekannt geworden. Da sich die reformierte Kirche Maizhong, der der Pastor angehört, der Kontrolle durch die Kommunistische Partei Chinas (KPC) entzieht, werden Mitglieder der Kirche seit Sommer 2021 verfolgt. IGFM und IDEA bitten um Appelle an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, sich für die umgehende Freilassung des Pastors einzusetzen.
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Iran: Drei Iraner hingerichtet – IGFM kein Frieden mit dem Mullah Regime möglich
Frankfurt am Main, 24. Juni 2025 – Das Fortbestehen des Mullah-Regimes wird zu einem massiven Anstieg von Verfolgung, Folter und Hinrichtungen führen, warnt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Weder mit Putin noch mit dem Mullah-Regime werden aktuell sogenannte Verhandlungen für Frieden sorgen, berichtet die IGFM. Nur entschiedener Widerstand gegen den Totalitarismus kann Menschenleben und Menschenrechte schützen, so die Menschenrechtsorganisation.
„Nicht nur bleiben ukrainische und israelische Leben durch Raketen- und Bombenterror weiterhin gefährdet, sondern insbesondere zehntausende Iraner und Iranerinnen, die noch stärker als zuvor Opfer des Staatsterrorismus der Mullahs werden. Bereits heute morgen wurden in der nordwestiranischen Stadt Urmia drei Männer hingerichtet, laut gleichgeschaltetem Justizwesen seien sie angeblich alle Mossad-Spione gewesen. Die IGFM mahnt daher Europa und die US-Administration: Unter den Mullahs wird es keinen Frieden im Iran und im Nahen Osten geben. So gut wie die gesamte iranische Demokratiebewegung ist zudem der Ansicht, dass das Fortbestehen des Regimes jetzt unwillkürlich zu einem Blutbad führen werde,“ berichtet Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der deutschen IGFM-Sektion.
Situation der politischen Gefangenen
Nach der Zerstörung des Eingangstors und Teilen des Besuchertrakts des Evin-Gefängnisses durch einen israelischen Angriff sorgen sich Familienangehörige um die dort festgehaltenen politischen Gefangenen. So wurden einige Inhaftierte mit vorgehaltener Waffe in das überfüllte Zentralgefängnis Teheran verlegt. Medikamente durften nicht mitgenommen werden, die hygienischen Bedingungen dort seien katastrophal, die Häftlinge schliefen auf dem Boden. Viele der in Evin inhaftierten Frauen sind ersten Berichten zufolge in das Frauengefängnis Qarchak verbracht worden, auch dort sind die Bedingungen katastrophal. Weitere Personen wie der Menschenrechtsaktivist Hossein Ronaghi wurden festgenommen. Die IGFM sorgt sich zudem um den schwedisch-iranischen Staatsbürger Ahmadreza Djalali, der vor Jahren willkürlich zum Tode verurteilt wurde. Laut seiner Ehefrau Vida Mehrannia wurde der Wissenschaftler aus dem Zentralgefängnis Teheran an einen unbekannten Ort gebracht.
Totalüberwachung auf dem Weg
Weitere Überwachungsmaßnahmen sind geplant, so kündigte der Generalstaatsanwalt der Provinz Golestan die Gründung eines Überwachungskomitees an, in welchem die Revolutionsgarden, das Geheimdienstministerium, die Polizei und die staatliche Rundfunkanstalt IRIB vertreten sein sollen. Dies führe unweigerlich zu weiteren Festnahmen, warnt die IGFM.
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Nicaragua: Pastorin zu 15 Jahren Haft verurteilt
Zur „Gefangenen des Monats September 2024“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA die evangelische Christin Marisela de Fátima Mejía Ruiz benannt. Die 40-Jährige ist Pastorin der Missionsorganisation „Puerta de la Montaña“. Bei einer Razzia nicaraguanischer Sicherheitskräfte am 17. Dezember 2023 wurde sie zusammen mit zehn weiteren Führungskräften festgenommen.
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Pakistan: Wegen angeblicher Blasphemie – Christliche Zwillingsbrüder nach Spiel in Haft
Zum „Gefangenen des Monats Oktober 2024“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA die pakistanischen Christen Tabish und Yeshua Shahid benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die 18-jährigen Zwillinge aus der Stadt Lahore (Punjab) einzusetzen. Den beiden Brüdern, die als Fabrikarbeiter jobben, wird vorgeworfen, am 26. August 2024 für ein Spiel Seiten aus dem Koran verwendet und damit das Buch, das Muslime für heilig halten, geschändet zu haben.
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Ehrung von Katrin Bornmüller
Am Morgen des 4. Juni feierte die IGFM Katrin Bornmüller, Ehrenvorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und Gründerin/Leiterin der Arbeitsgruppe Wittlich. Die Laudatio verlas IGFM-Vorstandsmitglied Carmen Jondral-Schuler, die die Leitung der AG Wittlich übernommen hat.
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Syrien: Über 200 Tote bei militärischem Angriff und ethnischer Säuberung
Frankfurt am Main, 17. Juli 2025 – Syrische Regierungstruppen, die von verbündeten Milizen unterstützt werden, haben mit äußerster Brutalität die drusische Stadt Suwayda angegriffen, die medizinische Infrastruktur ins Visier genommen und zahlreiche zivile Opfer verursacht. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist zutiefst besorgt über die eskalierende humanitäre Krise im Süden Syriens, insbesondere in der Provinz Suwayda. Die Menschenrechtsorganisation verurteilt die Angriffe auf Zivilisten aufs Schärfste und fordert die syrische Übergangsregierung auf, die Feindseligkeiten unverzüglich einzustellen und die Rechte aller ethnischen und religiösen Gemeinschaften, insbesondere der Drusen, zu respektieren.
„Die neuen syrischen Machthaber und die mit ihr verbündeten islamistischen Rebellen treiben die Islamisierung des Landes gewaltsam voran. Im März wurden Tausende von Alawiten angegriffen und getötet. Jetzt richten sich die Angriffe gegen die sehr bekannte und traditionsreiche drusische Minderheit. Die IGFM erinnert erneut daran, dass es sich bei den neuen Machthabern der HTS um eine Terrorgruppe handelt, die zunächst mit der Terrormiliz IS und dann unter dem Namen Al Nusra mit Al Qaida verbunden war“, erklärt Valerio Krüger, Sprecher der deutschen Sektion der IGFM.
Lokalen Quellen zufolge wurden bereits über 200 Drusen getötet. Das medizinische Personal im Nationalkrankenhaus von Suwayda hat angesichts des katastrophalen Zustands dringend um Hilfe gebeten. Anstatt zu deeskalieren, reagierte das syrische Regime mit einer Machtdemonstration: Es verlegte Armeeeinheiten in die Provinz, beschoss Wohngebiete und setzte Berichten zufolge FPV-Drohnen gegen lokale drusische Milizen ein, die ihre Gemeinden verteidigten. Videos, die im Internet kursieren, zeigen, wie drusische Zivilisten von islamistischen Milizen gedemütigt werden. Dieselben Gruppen, die nach ihrer Machtergreifung und ihren Versprechen, die Menschenrechte aller Bürger zu achten, von zahlreichen Politikern mit Vorschusslorbeeren überhäuft wurden, zeigen erneut ihr wahres Gesicht, kritisiert die IGFM.
Israel schützt die drusische Gemeinschaft
Als Reaktion auf den Angriff des Regimes hat Israel eine Reihe von Militärschlägen gegen Stellungen der syrischen Armee in Suwayda, Izraa (Provinz Daraa) und sogar Damaskus durchgeführt. Zu den Zielen gehörten ein Konvoi der syrischen Armee, der mit pro-türkischen Milizen in Verbindung steht, das Gebäude des syrischen Verteidigungsministeriums und das Hauptquartier des Generalstabs im Zentrum von Damaskus. Die israelischen Behörden haben den Schutz der drusischen Gemeinschaft als eine nationale Priorität bezeichnet und der syrischen Regierung ein Ultimatum gestellt: Rückzug aus Suwayda oder weitere Konsequenzen.
Die IGFM fordert die Vereinten Nationen, die EU und regionale Mächte auf, Druck auf das syrische Regime auszuüben, damit es die Gewalt beendet und Korridore für humanitäre Hilfe öffnet.
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Die IGFM auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover 2025
Frankfurt am Main/Hannover. Vom 1. bis 3. Mai 2025 war der IGFM-Arbeitskreis ‚Religionsfreiheit weltweit‘ mit einem Info-Stand in der Halle 5 vertreten. Eine selbstlaufende Powerpoint-Präsentation zeigte die Schwerpunkte zum Thema Religionsfreiheit gemäß Artikel 18 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung vom 10.12.1948.
Der Schwerpunkt in der Besucher-Ansprache waren die Gefangenen der Monate März, April und Mai 2025.
Es wurden zahlreiche Muster-Appellbriefe unterschrieben, die seitens der IGFM gesammelt an die jeweiligen Botschaften in Berlin gesandt wurden:
Es ging um folgende Gefangene:
März: Die vierfache Mutter Shagufta Kiran, Pakistan, die zum Tode verurteilt ist;
April: Der chinesische Christ Ma Yan, der während einer Bibelstunde festgenommen wurde (Anmerkung: er wurde inzwischen freigelassen).
Mai: Der vietnamesische Christ X Krec Bya, der im März zu 13 Jahren Gefängnis, sowie zu einer fünfjährigen Bewährungsstrafe nach Haftentlassung verurteilt wurde.
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Nigeria: Christin Rhoda Jatau aus Haft entlassen
Frankfurt am Main. Die Gefangene des Monats November 2022, Rhoda Jatsu wurde am 08.12.23 gegen Hinterlegung einer Kaution aus der Haft entlassen! Dank an alle, die sich für sie eingesetzt haben – siehe Spiegelbeitrag (via Twitter / x) auf diesem Blog: https://www.spiegel.de/ausland/nigeria-christliche-studentin-gesteinigt-und-verbrannt-nach-angeblicher-prophetenbeleidigung-a-b83172fb-3015-40ca-acc9-e79258b2229c