Der christliche Missionar Jang Moon Seok ist nach elf Jahren Haft in Nordkorea freigekommen. Die IGFM hatte im Oktober 2020 sein Schicksal zusammen mit der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA im Rahmen der Aktion „Gefangener des Monats“ der Öffentlichkeit vorgestellt und zu Appellen an den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un aufgerufen. Jang wurde im November 2014 von nordkoreanischen Agenten aus Changbai in China entführt, dann in Nordkorea förmlich verhaftet und schließlich zu 15 Jahren Gefangenschaft verurteilt. Sein ständiger Wohnsitz befand sich in der Grenzstadt zu Nordkorea und er trug inzwischen den
chinesischen Namen Zhang Wen Shi. Wie später bekannt wurde, lauteten die Vorwürfe „Verunglimpfung des Regimes“ und „versuchte Anstiftung zum Umsturz“. Aus Nächstenliebe half der Christ Grenzgängern aus Nordkorea, die vom Handel beiderseits der Grenze lebten oder auf der chinesischen Seite nach Medizin oder anderem Notendigen suchten. Jang alias Zhang unterstützte viele von ihnen, indem er sie mit Quartier oder etwa Kleidung versorgte. Dabei sprach er auch über seinen Glauben, den einige annahmen. Zusammen mit Pastor Han Chung-Ryeol unterrichtete er diejenigen im christlichen Glauben, die darum baten. Pastor Han, der ebenfalls koreanische Wurzeln hatte, wurde am 30. April 2016 von einem oder mehreren Unbekannten in Changbei erstochen.
Entführter Missionar aus Haft entlassen

