Der christliche Missionar Jang Moon Seok ist nach elf Jahren Haft in Nordkorea freigekommen. Die IGFM hatte im Oktober 2020 sein Schicksal zusammen mit der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA im Rahmen der Aktion „Gefangener des Monats“ der Öffentlichkeit vorgestellt und zu Appellen an den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un aufgerufen. Jang wurde im November 2014 von nordkoreanischen Agenten aus Changbai in China entführt, dann in Nordkorea förmlich verhaftet und schließlich zu 15 Jahren Gefangenschaft verurteilt. Sein ständiger Wohnsitz befand sich in der Grenzstadt zu Nordkorea und er trug inzwischen den
chinesischen Namen Zhang Wen Shi. Wie später bekannt wurde, lauteten die Vorwürfe „Verunglimpfung des Regimes“ und „versuchte Anstiftung zum Umsturz“. Aus Nächstenliebe half der Christ Grenzgängern aus Nordkorea, die vom Handel beiderseits der Grenze lebten oder auf der chinesischen Seite nach Medizin oder anderem Notendigen suchten. Jang alias Zhang unterstützte viele von ihnen, indem er sie mit Quartier oder etwa Kleidung versorgte. Dabei sprach er auch über seinen Glauben, den einige annahmen. Zusammen mit Pastor Han Chung-Ryeol unterrichtete er diejenigen im christlichen Glauben, die darum baten. Pastor Han, der ebenfalls koreanische Wurzeln hatte, wurde am 30. April 2016 von einem oder mehreren Unbekannten in Changbei erstochen.
Frei
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Entführter Missionar aus Haft entlassen
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Nigeria: Christin Rhoda Jatau aus Haft entlassen
Frankfurt am Main. Die Gefangene des Monats November 2022, Rhoda Jatsu wurde am 08.12.23 gegen Hinterlegung einer Kaution aus der Haft entlassen! Dank an alle, die sich für sie eingesetzt haben – siehe Spiegelbeitrag (via Twitter / x) auf diesem Blog: https://www.spiegel.de/ausland/nigeria-christliche-studentin-gesteinigt-und-verbrannt-nach-angeblicher-prophetenbeleidigung-a-b83172fb-3015-40ca-acc9-e79258b2229c
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IRAN: Pastor Joseph Shahbazian ist frei
Teheran/Frankfurt am Main. Wie IDEA heute (27.09.23) mitteilt, ist Pastor Joseph Shabazian aus der Haft entlassen worden. Er befand sich seit Ende Mai 2022 im berüchtigten Evin-Gefängnis. Im Mai 2023 hatte ein Berufungsgericht in Teheran die ursprünglich verhängte Haftdauer von zehn Jahren auf zwei Jahre reduziert. Ihm war unter anderem vorgeworfen worden, durch sein Engagement in einer Hauskirche die Staatssicherheit zu gefährden und die Bevölkerung aufzuwiegeln.
Shahbazian war bereits 2020 54 Tage in Haft und kam erst gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von umgerechnet 84000 Euro frei. Die IGFM und IDEA hatten ihn als Gefangenen des Monats September 2020 benannt.
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Blasphemie-Opfer Patras Masih auf Kaution frei
Lahore/Frankfurt am Main. Der Einsatz für den seit über vier Jahren inhaftierten Patris Masih war – auch mit Gottes Hilfe – erfolgreich. Die IGFM und IDEA hatten den jungen Mann bereits im April 2018 als „Gefangenen des Monats“ bezeichnet. Zuletzt hatte die IGFM einen Petitions-Postkarten-Aktion initiiert. Außerdem wurde in christlichen Gemeinden für die Freilassung gebetet. Über die Zukunft des Freigelassenen und seiner bedrohten Familie werden wir noch berichten. Siehe auch den Idea-Beitrag in der aktuellen Ausgabe vom 07.09.2022 auf diesem Blog.
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Christliches Ehepaar freigesprochen
Lahore/Pakistan, 3. Juni 21: Das Oberste Gericht (High Court) hat heute das zum Tode verurteilte Ehepaar Shagufta Kausar und Shafqat Emmanuel nach sieben Jahren in der Todeszelle freigesprochen. Sie waren „Gefangene des Monats“ Mai 2014.
Das Gericht ordnete zudem die Freilassung der beiden Christen an, die bislang noch nicht erfolgt ist.
Ein Richter in der Stadt Toba Tek Singh (Provinz Punjab) hatte am 4. April 2014 wegen des Vorwurfs der Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed und der Verunglimpfung des Koran die Todesstrafe verhängt. Sie sollen am 18. Juli 2013 SMS-Mitteilungen, die den Propheten Mohammed und den Koran verunglimpfen, an den muslimischen Geistlichen Mohammed Hussain verschickt haben.
Im April dieses Jahres kritisierte das Europäische Parlament in einer Resolution Pakistan wegen seines Umgangs mit religiösen Minderheiten, insbesondere die Instrumentalisierung der drakonischen Blasphemie-Gesetze. Es forderte die sofortige und bedingungslose Aufhebung des skandalösen Urteils gegen Emmanuel und Kausar. „Der Fall zeigt wieder einmal, dass internationale Appelle ihre Wirkung nicht verfehlen. Wir fühlen uns ermutigt, weiter energisch für die unschuldig wegen Blasphemie Inhaftierten einzutreten“, sagte Michaela Koller, Referentin für Religionsfreiheit in der IGFM.
Der inzwischen 50-jährige Shafqat Emmanuel war seit einem Unfall im Jahr 2004 ab der Hüfte gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Der Hausmeister sei kaum des Lesens und Schreibens mächtig, argumentierte sein Verteidiger. Seine Frau Shagufta arbeitete als Putzfrau. Das Paar hat vier Kinder im Alter zwischen zwölf und 20 Jahren.
Die SMS-Mitteilungen gingen vom Mobiltelefon der Frau aus, das sie einen Monat zuvor verloren hatte. Beobachter hielten es für möglich, dass jemand die in gutem Urdu – der Amtssprache – verfassten Botschaften gesendet hat, um dem Ehepaar zu schaden. Die beiden Verurteilten können aber nicht Urdu schreiben.
Mehr als 30 Menschen sitzen zurzeit wegen Blasphemie in pakistanischen Todeszellen. Bisher wurde kein wegen Blasphemie Verurteilter vom Staat hingerichtet. Allerdings gehen verschiedene Quellen von über 75 (seit 1987) außergerichtlich Getöteten aus. Die zitierte EU-Resolution erwähnt den diesbezüglichen Lynchmord an dem muslimischen Studenten Mashal Khan – angeblich ein Ahmadiyya-Moslem – im April 2017.
