Gefangene des Monats

  • China: Hauskirchen-Pastor wegen Mission im Gefängnis

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Mai“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den chinesischen Christen John Sanqiang Cao benannt. Seit 5. März vorigen Jahres befindet sich der prominente Pastor einer Hauskirche in Haft, zurzeit im Menglian Landesgefängnis. In diesem März verurteilte ihn ein Gericht als angeblichen Drahtzieher illegaler Grenzübertritte zu sieben Jahren hinter Gittern. Im Wa-Staat des an die chinesische Provinz Yunnan angrenzenden Myanmars hatte er Schulen aufgebaut, 50 chinesische Lehrkräfte dorthin vermittelt und die bedürftigen Kinder mit Schulmaterial versorgt. Für dieses sowie für das weitere herausragende soziale Engagement ist Cao, der mit einer US-Amerikanerin verheiratet ist, international bekannt. Zuletzt war er unter ständiger staatlicher Beobachtung, verheimlichte jedoch nichts, sondern bemühte sich vielmehr um staatliche Anerkennung seiner Initiativen. Ein weiterer chinesischer Christ, der mit Cao zusammen verhaftet wurde, ist inzwischen wieder frei. Beobachter befürchten, dass die kommunistische Führung an dem 58-jährigen Hauskirchenpastor ein Exempel statuieren möchte, um möglichst viele Christen in China einschüchtern zu können.

    Bitte, appellieren Sie an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und bitten um sofortige Freilassung des Inhaftierten. Die Appelladresse lautet: Seine Exzellenz Staatspräsident Xi Jinping, via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin. Sie können dazu den >>>vorbereiteten Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Er ist lediglich mit Absender, Datum und Unterschrift zu versehen. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

  • Pakistan: Junger Christ wegen angeblicher Cyber-Blasphemie in Haft

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats April“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den pakistanischen Christen Patras Masih benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den 21-Jährigen einzusetzen und für ihn zu beten. Am 19. Februar stellte sich der junge Mann aus einem Vorort von Lahore der Polizei, nachdem ein von einer islamistischen Organisation angeführter Mob in der christlichen Siedlung, in der er mit seiner Familie lebte, gedroht hatte, die Häuser niederzubrennen. Rund 800 Christen mussten sich in Sicherheit bringen.

    Die Fanatiker werfen Patras, der als Reinigungskraft in einer Bank arbeitete, vor, bereits am 16. Januar in einer Facebook-Messenger-Gruppe ein gotteslästerliches Bild gesendet zu haben: Dies zeige einen Mann, wie er auf der Kuppel einer besonders ehrwürdigen Moschee steht. Sie sehen darin den Tatbestand der Beleidigung des Propheten Mohammed erfüllt, der in Pakistan die Todesstrafe zur Folge hat. Seine Rechtsanwältin Aneeqa Anthony hält es für ausgeschlossen, dass Patras das Bild verschickte.

    Besonders dramatisch entwickelte sich die Geschichte, als Patras‘ Cousin Sajid, der derselben Messengergruppe angehört haben soll, ebenso unter Verdacht geriet und beim Verhör von der Staatsanwaltschaft gefoltert, sowie sexuell bedrängt wurde. Um der Tortur zu entgehen, sprang er aus dem vierten Stock und verletzte sich so lebensgefährlich. Die Familie bangt weiterhin um sein Leben. – Bitte, appellieren Sie über die pakistanische Botschaft in Berlin an den Staatspräsidenten und bitten um sofortige Freilassung. Die Appelladresse lautet:

    Seine Exzellenz Präsident Mamnoon Hussain
    via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan
    Schaperstraße 29, 10719 Berlin, Fax: 030/21244210.
    Sie können dazu den vorbereiteten >>>Muster-Appell-Brief herunterladen und ausdrucken. Er ist nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen und kann in einem Fensterbrief-Umschlag versandt werden (Porto: 70 ct)

  • Iranischer Christ wegen Mission in Haft

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats März“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den iranischen Christen Naser Navard-Goltapeh benannt. Sicherheitskräfte ergriffen den 46-jährigen Konvertiten am 24. Juni 2016 bei einer Verlobungsfeier in Teheran, zusammen mit den drei Aserbaidschanern Pastor Eldar Gurbanov, Yusif Farhadov und Bahram Nasibov und sechs weiteren Christen, die bald wieder freigelassen wurden. Die Aserbaidschaner, die „Gefangene des Monats August 2016“ waren, durften im Oktober 2016 gegen Kaution das Gefängnis verlassen und konnten im Monat darauf in ihre Heimat zurückkehren.

    Naser Navard-Goltapeh wurde im Mai 2017 zu zehn Jahren Haft wegen angeblicher „Verletzung der nationalen Sicherheit“ und der Verbreitung des christlichen Glaubens verurteilt. Das Revolutionsgericht in Teheran bestätigte diese Entscheidung am 12. November: Der Christ bleibt im berüchtigten Evin-Gefängnis in der iranischen Hauptstadt. Die IGFM und idea rufen dazu auf, in Briefen an den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani um die sofortige Freilassung des Gefangenen zu bitten. Die Islamische Republik Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der auch Religionsfreiheit garantiert. Im Iran kommt es immer wieder zu Verhaftungen von Christen, insbesondere von solchen, die früher Muslime waren.

    Bitte, appellieren Sie an den iranischen Präsidenten Ruhani und bitten um sofortige und bedingslose Freilassung des Inhaftierten. Dazu können Sie den >>>vorbereiteten Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Er ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen. Die Appelladresse lautet:

    An den Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Seine Exzellenz Hassan Ruhani, via Botschaft des Iran, Podbielskiallee 67, 14195 Berlin, Fax 030 832229133.

  • Pakistan: Behinderter Christ wegen angeblicher Blasphemie im Gefängnis

    Frankfurt am Main. Als „Gefangenen des Monats Februar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den in Pakistan inhaftierten 16-jährigen Jungen Asif Stephen benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Christen einzusetzen und für ihn zu beten.

    Der 16-jährige Asif Stephen wird beschuldigt, einen Koran verbrannt zu haben. Foto: IGFM

    Die Polizei verhaftete den geistig Behinderten im Dorf Jhamkay (Distrikt Gujranwala/Punjab) am 12. August vergangenen Jahres wegen angeblicher Blasphemie. Ein Mann namens Muhammed Nawaz hatte ihn zunächst auf dem Markt lauthals des Diebstahls bezichtigt und ihn dann beschuldigt, einen Koran verbrannt zu haben. Daraufhin begann eine aufgebrachte Menge, den Jugendlichen zu schlagen. Herbeigerufene Polizisten brachten ihn in die örtliche Polizeistation. Dort versuchte ein Mob von rund 300 Personen unter Führung eines radikal-islamischen Geistlichen und Lokalpolitikers, den Christen zu lynchen. Nur dank eines massiven Polizeieinsatzes konnte dies verhindert werden. Asifs Eltern bestreiten energisch, dass ihr Sohn einen Koran angesteckt und einen Diebstahl begangen habe. Zum Hintergrund: Asif trägt zum Einkommen seiner Familie bei, indem er weggeworfene Flaschen an einem Friedhof nahe ihres Hauses aufsammelt. Darüber geriet er mit dem Muslim Nawaz mehrfach in Streit, der die Flaschen für sich beansprucht. Nach der Festnahme Asifs musste dessen Familie aus Sicherheitsgründen untertauchen.

    Menschenrechtler weisen seit Jahren darauf hin, dass die Blasphemiegesetze zu einem Mittel der Rache in persönlichen Auseinandersetzungen geworden sind. Sie sehen für die Beleidigung des Propheten Mohammed die Todesstrafe und für die Verunglimpfung des Korans lebenslange Haftstrafen vor.

    Bitte, appellieren Sie an den pakistanischen Präsidenten um die Freilassung Asif Stephens sowie um den Schutz seiner Familienangehörigen. Hier die Appelladresse: Seine Exzellenz Mamnoon Hussain, Präsident der Islamischen Republik Pakistan, via Botschaft der Republik Pakistan, Schaperstraße 29, 10719 Berlin. Sie können dazu den >>>vorbereiteten Musterbrief herunterladen und ausdrucken. Er ist nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

  • China: Pastorin und Tochter wegen Mission verhaftet

    Als Gefangene des Monats Januar 2018 haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea die in China inhaftierte Pastorin Xu Shizhen und ihre Tochter Xu Yuqing benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die beiden Frauen einzusetzen. Polizisten und Beamte des Amtes für religiöse Angelegenheiten nahmen die beiden Christinnen am 22. September 2017 zusammen mit dem drei Jahre alten Sohn Yuqings, Shouwang, in der Stadt Xianning (östliche Provinz Hubei) in Haft. Die zwei Frauen werden an einem unbekannten Ort festgehalten. Bereits Ende August war die Pastorin verwarnt worden, gegen die Vorschriften für religiöse Angelegenheiten verstoßen zu haben.
    Xu Shizhen ist Pastorin einer nicht registrierten Hauskirche, die an öffentlichen Plätzen durch Predigten und musikalische Darbietungen das Evangelium verbreitet. Zuvor schon war Xu Pastorin der Hongqiao-Kirche, die aber der staatlich kontrollierten Drei-Selbst-Bewegung angeschlossen wurde. Sie gründete deshalb die Zionskirche.

    Bitte, appellieren Sie an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und bitten um sofortige Freilassung. Die Appelladresse lautet: Seine Exzellenz Staatspräsident Xi Jinping, via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin. Sie können dazu den >>>vorbereiteten Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Er ist lediglich mit Absender, Datum und Unterschrift zu versehen. Herzlichen Dank für die Unterstützung!