AK_Religionsfreiheit_IGFM

  • Iran: Christen in 2012 beim Beten verhaftet

    Als „Gefangene des Monats Juli“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und idea die im
    Iran inhaftierten Christen Mohammed Roghangir und Massoud Rezai benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die Betroffenen einzusetzen und für sie zu beten. Die beiden Konvertiten wurden am 12. Oktober 2012 bei einem Gebetstreffen in der zentraliranischen Stadt Schiras zusammen mit drei weiteren ehemaligen Muslimen festgenommen. Im darauffolgenden Jahr verurteilte ein Gericht die beiden evangelischen Christen wegen „Propaganda gegen das System“ sowie „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“. Roghangir und Rezai erhielten eine sechs- bzw. fünfjährige Haftstrafe. Dem Nationalrat der Kirche Irans zufolge entbehren die Anklagevorwürfe jeder Grundlage. Beide Christen legten Berufung gegen das Urteil ein. Sie wurde ebenso
    abgewiesen wie ein Antrag auf vorzeitige Haftentlassung im Herbst vorigen Jahres.
    Roghangir soll auferlegt worden sein, im Falle einer Freilassung das Land zu verlassen, was er ablehnte. Drei weitere Christen – Mehdi Ameruni, Seyed Bijan Farokhpour Haghigi und Eskander Rezai – , die ebenfalls 2013 verurteilt wurden, kamen Ende 2015 frei. Bitte, appellieren Sie an den Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Hassan Rohani für die Freilassung der beiden Christen. Der Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der auch Religionsfreiheit garantiert.

    Hier die Appell-Adresse: Seine Exzellenz Hassan Rohani, via Botschaft des Iran, Podbielskiallee 67, 14195 Berlin, Fax: 030832229133. Sie können dazu den >>>vorbereiteten Musterbrief herunterladen (Porto 70 ct). Herzlichen Dank für die Unterstützung!

  • Indonesien: Christlicher Politiker wegen „Blasphemie“ inhaftiert

    Frankfurt am Main. Als „Gefangenen des Monats Juni 2017“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den ehemaligen Gouverneur von Jakarta, Basuki Tjahaja Purnama, benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den christlichen Politiker einzusetzen und für ihn zu beten. Die internationale Öffentlichkeit horchte auf, als er am 9. Mai unter dem Jubel islamistischer Massen nach fünfmonatigem Prozess wegen angeblicher Blasphemie vom Distriktgericht zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde, nachdem der Staatsanwalt lediglich eine Bewährungsstrafe gefordert hatte. Basuki hat als Korruptionsgegner sowie auch als Christ Feinde.

    Er hatte im Wahlkampf erklärt, der Koran verbiete es Muslimen nicht, für einen Nichtmuslim zu stimmen. Die Haft trat er mit einer Bibel im Gepäck an, die er seiner Schwester zufolge zu lesen liebt. In Indonesien ist eine Aussage von ihm bekannt, was geschehen soll, wenn er einem Anschlag zum Opfer fallen sollte: „Schickt dann einfach den Sarg mit meiner Leiche zu meiner Heimatinsel Belitung mit der Aufschrift: ‚Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.’“ (vergl. Philipper 1,21). Am Tag nach seiner Verurteilung wurde „Ahok“, wie er mit seinem chinesischen Spitznamen heißt, in ein Polizeigefängnis gebracht, wo er nun auf den Berufungsprozess wartet.

    Bitte appellieren Sie  für seine Freilassung  an den indonesischen Staatspräsidenten Joko Widodo. Hier die Appell-Adresse:

    Seine Exzellenz Staatspräsident Joko Widodo via Botschaft der Republik Indonesien, lehrter Straße 16-17, 10557 Berlin, Fax 0030 44737142. Sie können dazu den >>>vorbereiteten Musterbrief herunterladen (Porto 70 ct). Herzlichen Dank für die Unterstützung!

  • Eritrea: Pastor seit zwölf Jahren hinter Gittern

    Als Gefangenen des Monats Mai haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den in Eritrea inhaftierten Pfarrer Ogbamichael Teklehaimanot benannt. Teklehaimanot ist Hauptpastor der Kirche Kale Hiwot (Wort des Lebens) und einer der Langzeitgefangenen des ostafrikanischen Landes. Seine 1974 gegründete Kirche steht den Baptisten nahe und zählt damit zu den religiösen Minderheiten. Die Regierung Eritreas verfolgt alle Bürger, die andere Religionen bzw. Konfessionen praktizieren als die vier staatlich anerkannten. Anerkannt sind lediglich der sunnitische Islam sowie die eritreisch orthodoxe, die römisch katholische und die lutherische Kirche.
    Die Polizei verhaftete Ogbamichael Teklehaimanot am 9. Januar 2005 in Barentu, der Hauptstadt der Provinz Gash-Barka im Westen Eritreas: Er hatte einen Traugottesdienst geleitet, obwohl seine protestantische Kirche nicht staatlich anerkannt ist. Die Polizei brachte ihn zunächst in die Landeshauptstadt Asamara und dann in das Militärlager Sawa im Nordwesten des Landes. Er verbrachte die ersten zehn Monate in Einzelhaft und musste dann schwerste Zwangsarbeit leisten. Erst im Jahr 2011 kam er vorübergehend frei. Bereits ein halbes Jahr später verhaftete ihn die Polizei erneut. Ein Gemeindemitglied, das von den Behörden überwacht wurde, war ins Ausland geflohen und hatte den Pastor angerufen. Was dem Pastor konkret vorgeworfen wird, ist nicht bekannt. Er wird gegenwärtig im Gefängnis von Barentu gefangen gehalten.
    Eritrea wird seit seiner Unabhängigkeit von Äthiopien im Jahr 1993 von Isayas Afewerki regiert. Er war Generalsekretär der marxistischen Eritreischen Volksbefreiungsfront, die sich ausschließlich aus christlichen Ethnien rekrutierte. Afewerki herrscht als Staatspräsident und Regierungschef diktatorisch über das knapp sechs Millionen Einwohner zählende Land am Roten Meer. 

    Bitte, appellieren Sie an Seine Exzellenz, Staatspräsident Isayas Afewerki via Botschaft des Staates Eritrea, Stavangerstraße 18, 10439 Berlin, Fax 030 44674621

    Für den Appell können Sie den >>>vorbereiteten Musterbrief verwenden – entweder als Vorlage, oder unverändert. Er ist um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen. 

  • Iran: Zwei Christen ein halbes Jahr nach ihrer Taufe verhaftet

    Mutter und Sohn wurden in Istanbul Christen

    Als „Gefangene des Monats April“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea die im Iran inhaftierten Christen Anousheh Reza-baksh und Soheil Zagarzadeh Sani benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die Betroffenen einzusetzen und für sie zu beten. Am 20. Februar holten Geheimdienst-Mitarbeiter der Revolutionsgarden die Mutter Anousheh, die Veronika genannt wird, und ihren Sohn, der den Rufnamen Augustine trägt, aus ihrer Wohnung in Urmia, der Hauptstadt der iranischen Provinz West-Aserbaidschan, heraus und führten sie an einen bislang unbekannten Ort. Was ihnen vorgeworfen wird, ist nicht bekannt. Die Verhaftung steht aber wahrscheinlich im Zusammenhang mit ihrem Übertritt zum Christentum. Veronika und ihr Sohn hatten sich im vorigen August in Istanbul katholisch taufen lassen. Wer sich vom Islam abwendet, wird im Iran als Abtrünniger verfolgt. Die Beamten durchsuchten dort alles und fanden christliche Bücher und andere theologische Medien, Belege für ihre intensive Beschäftigung mit dem neuen Glauben. Augustine hatte sich theologisch mit speziellen Programmen und christlichen Fernsehsendungen fortgebildet, die er per Satellit empfing. – Der Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der auch Religionsfreiheit garantiert.

    Bitte, appellieren Sie an Seine Exzellenz Hassan Rohani, Präsident der Islamischen Republik Iran, via Botschaft des Iran, Podbielskiallee 67, D-14195 Berlin. Fax: 030 – 832229133

    Für den Appell können Sie den >>>vorbereiteten Musterbrief verwenden – entweder als Vorlage, oder unverändert. Er ist um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen. 

  • Indischer Pater ruft im Video um Hilfe zur Freilassung

    Frankfurt am Main. Als „Gefangenen des Monats Februar“ 2017 haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den im Jemen entführten Pater Tom Uzhunnalil benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Betroffenen einzusetzen und für ihn zu beten. Der indische Salesianerpater Don Boscos wurde am 4. März 2016 in der südjemenitischen Stadt Aden verschleppt, wo er in einem Altenheim von Schwestern des Ordens von Mutter Teresa wirkte. Dschihadisten, mutmaßlich unter dem Kommando des Islamischen Staates, überfielen die Einrichtung, ermordeten einen Wachmann, elf Mitarbeiter und vier „Missionarinnen der Nächstenliebe“, bevor sie den Priester mitnahmen. Kurz nach der Verschleppung des 56-Jährigen kamen Gerüchte auf, er sei am Karfreitag gekreuzigt worden. Im Juli und im Dezember tauchten Lebenszeichen auf: Videos im Internet, in denen er gezeichnet wirkt und zur Hilfe aufruft. Die indische Regierung gab Ende des Jahres an, sich bei der Regierung Saudi-Arabiens für ihn eingesetzt zu haben, die die Sunniten im vom Bürgerkrieg erschütterten Jemen unterstützt. – Bitte appellieren Sie an die indische Regierung, sich für die umgehende Freilassung von Pater Tom einzusetzen. Die Appelladresse lautet:

    Seine Exzellenz Premierminister Narendra Modi, c/o Botschaft der Republik Indien, Tiergartenstraße 17, 10785 Berlin.

    Sie können dazu den >>>vorbereiten Musterbrief entweder als Vorlage oder auch unverändert verwenden. Er ist dann lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen. Versand per Brief (70 ct) oder per Fax 030 26557000.