Oktober 2025

  • Rückblick auf die Buchmesse

    Rückblick auf die Buchmesse

    Die IGFM auf der Frankfurter Buchmesse 2025: Menschenrechte im Fokus 

    Vom 15. – 19. Oktober traf man uns auf der größten Buchmesse der Welt

    In diesem Jahr war die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse – der größten Buchmesse der Welt – vertreten. Vom 15. bis 19. Oktober 2025 konnte man uns in Halle 3 (3.1 K67) besuchen und sich über unsere aktuelle Arbeit und Publikationen informieren. 

    Neue Dokumentation: Menschenrechte in besetzten ukrainischen Gebieten  

    Ein Schwerpunkt war die Vorstellung unserer neuen Dokumentation über die Lage in den von russischen Truppen besetzten Gebieten der Ukraine. Die Publikation bietet fundierte Einblicke, Augenzeugenberichte und Analysen zu Menschenrechtsverletzungen, Repressionen und der humanitären Lage in den betroffenen Regionen. 

    Darüber hinaus informierten wir über unsere internationale Menschenrechtsarbeit, mit einem besonderen Fokus auf das Schicksal verschleppter ukrainischer Zivilisten und politischer Gefangener in Russland, im Iran und weltweit. 

    Begegnungen und Austausch  

    Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort zu unterhalten. In den fünf intensiven Messetagen führten wir zahlreiche interessante Gespräche über unsere Arbeit, aktuelle politische Entwicklungen und tauschten uns darüber aus, wie man mit den Herausforderungen unserer Zeit umgehen kann. 

    Auf der Messe fand man nicht nur viele Bücher, sondern auch unzählige interessante Aussteller. Unter anderem kamen wir in Kontakt mit dem „Pen-Zentrum Deutschland“, eine Vereinigung, die verfolgten und unterdrückten Schriftstellern eine Stimme gibt. Außerdem waren wir im Austausch mit den Iranischen Liberalen Frauen e.V., ein Verein, der sich für die Stärkung der Frauen des mittleren Ostens in Deutschland und darüber hinaus einsetzt. Die IGFM und der Verein haben in der Vergangenheit gemeinsam Pressekonferenzen und Veranstaltungen organisiert, mit dem Ziel, die Menschenrechte im Iran und im Nahen Osten nachhaltig zu fördern. 

    Politische Unterstützung 

    Wir freuten uns besonders über den Besuch der Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg sowie den Besuch der langjährigen IGFM-Unterstützer Michael Gahler (MdEP) und Omid Nouripour, Vizepräsident des deutschen Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen). Ihre Solidarität und ihr Interesse an unserer Arbeit mitzuwirken, bestärken uns in unserem Einsatz für Menschenrechte weltweit. 

    Wir bedanken uns bei allen Interessentinnen und Interessenten für ihren Besuch! 

    Die Frankfurter Buchmesse war für uns eine wichtige Plattform, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und neue Bekanntschaften zu knüpfen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und auf die nächste Buchmesse!  

  • Nicaragua: Pastor trotz schwerer Erkrankung willkürlich eingesperrt

    Nicaragua: Pastor trotz schwerer Erkrankung willkürlich eingesperrt

    Frankfurt am Main. Zum Gefangenen des Monats Oktober 2025 haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den evangelischen Pastor Rudy Palacios Vargas aus Nicaragua benannt. Der Gründer der kirchlichen Gemeinschaft „La Roca de Nicaragua“ („Der Fels von Nicaragua“) wurde am Abend des 17. Juli 2025 in Jinotepe, der Hauptstadt des Bezirks Carazo im Südwesten des Landes festgenommen. Ebenso wurden vier Familienangehörige sowie eine Freundin und zwei Freunde abgeführt.

    Bewaffnete Polizisten drangen, unterstützt von Hilfskräften, mit Gewalt in die Wohnungen der Christen ein. Sie beschlagnahmten dabei auch Mobiltelefone und andere elektronische Geräte. Der Pastor wurde laut Medienberichten zusammen mit vier weiteren der Festgenommenen in das berüchtigte Gefängnis von Granada an der Westküste verlegt, das „La Granja“ genannt wird. Ihnen wird Verschwörung zur Untergrabung der nationalen Integrität und Hochverrat vorgeworfen.

    Im Jahr 2019 wurde der Gemeinschaft bereits die rechtliche Zulassung entzogen; mehrere Mitglieder wurden von Sicherheitskräften ermordet und ihr Kirchengebäude beschlagnahmt. Vorübergehend im Exil, kehrte der Pastor dennoch in seine Heimat zurück, nachdem er an Krebs erkrankt war. Daher sorgen sich Beobachter derzeit insbesondere um seinen Gesundheitszustand.

    IGFM und IDEA bitten darum, in Appellen an Präsident Daniel Ortega über die zuständige diplomatische Vertretung in Wien die sofortige Freilassung des Pastors, seiner Familienmitglieder und Freunde zu fordern. – Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung!

    Die Appelladresse lautet: Präsident Daniel Ortega, c/o Botschaft der Republik Nicaragua, Prinz-Eugen-Str. 18, Stiege 1, Top 34, A-1010 Wien.

    Sie können auch den Muster-Appellbrief verwenden; er steht hier zum Download bereit:

  • Herzliche Einladung zur Pressekonferenz:

    Herzliche Einladung zur Pressekonferenz:

    Wir ziehen Bilanz: Religionsfreiheit weltweit 2025

    Termin: 15. Oktober 2025

    Ort: Evangelische Allianz in Deutschland e.V.,
    Behrenstraße 73, Berlin (und via Zoom)

    Beginn: 14 Uhr

     

     

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    staatliche Verfolgung, extremistische Gewalt, imperiales Dominanzstreben und antireligiöse
    Diskriminierung bedrohen die religiöse Selbstbestimmung. Die Nachrichten sind voll von Berichten
    über Angriffe und Anschläge auf Gläubige der verschiedensten Religionen. Die Sorge um
    Religionsfreiheit wächst weiter. Wir berichten, analysieren und bilanzieren die Lage der
    Menschenrechte und Religionsfreiheit im Jahr 2025. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

    Folgende Expertinnen und Experten informieren und beantworten Ihre Fragen:

     

    Thomas Rachel, MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit,

    Prof. Dr. mult. Thomas Schirrmacher, Präsident des Internationalen Rates der IGFM, Präsident des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit und Gründungsherausgeber der Jahrbücher Religionsfreiheit,

    Lars Rohwer, MdB, Vorsitzender des Stephanus-Kreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,

    Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft,

    Martin Lessenthin, Menschenrechtsexperte, Historiker und Mitherausgeber der Jahrbücher,

    Shirin Kamal, Vorstandsmitglied der koptischen Menschenrechtsorganisation EUCHOR

    Alina Braml, Baha’i Gemeinde zu Iran und Ägypten,

    Martin Warnecke, Mitherausgeber der Jahrbücher und Historiker,

    Johann Matthies, Politikbeauftragter der Evangelischen Allianz in Deutschland,

    Matthias Böhning, Generalsekretär ISHR – International Society for Human Rights (Moderation).

     

    Anmeldung zur persönlichen Teilnahme in Berlin oder via Zoom bitte an buero.berlin[@]ead.de

    Gerne vereinbaren wir für Sie auch Interviews und Hintergrundgespräche mit den Rednern der
    Pressekonferenz und anderen Autorinnen und Autoren der Jahrbücher.

     

    Mit freundlichen Grüßen,

    Matthias Böhning
    für die ISHR – International Society for Human Rights/ Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

    Valerio Krüger
    für den Vorstand der deutschen IGFM Sektion