AK_Religionsfreiheit_IGFM

  • China: Ehepaar wegen Mission verhaftet

    Im Stadtpark observiert – Christliche Eheleute in China hinter Gittern

    Zu „Gefangenen des Monats August“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den chinesischen Gemeindeleiter Liang Ziliang und seine Frau Li Yinxiu benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die Baptisten einzusetzen und für sie zu beten. Die Eheleute verteilten – zusammen mit anderen Kirchenmitgliedern – am 1. Juni in Heshan, einer Stadt in der südöstlichen Provinz Guangdong, Broschüren über den christlichen Glauben und demonstrierten zugleich gegen Abtreibung. Die Polizei oberservierte die Gruppe und fotografierte sie, wie die Organisation China Aid meldet. Die Polizei bestellte das Ehepaar am Abend ein, nahm es fest und brachte Liang und Li ins städtische Gefängnis. Es folgte noch eine Hausdurchsuchung, obwohl kein entsprechender Befehl vorlag. Die Angehörigen wurden erst fünf Tage darauf verständigt. Die Gemeinde reagierte verängstigt auf die Inhaftierung ihres Gemeindeleiters und seiner Frau. – Bitte, appellieren sie an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und bitten um sofortige Freilassung des Ehepaars.  Die Appelladresse lautet:

    Seine Exzellenz Staatspräsident Xi Jinping via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin.
    Sie können dazu den >>>vorbereiteten Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Er ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen. Porto: 70 ct. – Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Indonesien: Vier Jahre Haft wegen Mission

    Frankfurt am Main. Als „Gefangenen des Monats Juli“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den evangelischen Pastor Abraham Ben Moses benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Theologen, der auch unter dem Namen Saifuddin Ibrahim bekannt ist, einzusetzen und für ihn zu beten. Er wurde nach einer Anzeige der Organisation Muhammadiyah wegen angeblicher Blasphemie verhaftet. Die größte islamische Vereinigung nahm an einem Online-Video Anstoß. Das Video kursiert in sozialen Netzwerken und zeigt Moses bei einem Glaubensgespräch mit einem muslimischen Taxifahrer. Dabei zitierte der Pastor den Koran, sprach von Widersprüchen in der islamischen Lehre und warb für den Übertritt zum Christentum. Nur weil er auf sein Recht zur Mission bestanden hatte, wurde er schließlich am 7. Mai 2018 zu vier Jahren Haft und zu einer zusätzlichen Geldstrafe verurteilt.

    Indonesien, das Land mit der größten islamischen Bevölkerung weltweit, galt lange als tolerant gegenüber seinen rund zehn Prozent Christen und drei Prozent Anhängern anderer Religionen. Seit einigen Jahren zeigt sich, dass überproportional häufig Nichtmuslime der Blasphemie beschuldigt werden. Der ehemalige christliche Gouverneur von Jakarta, Basuki Tjahaja Purnama, „Ahok“ genannt, wurde am 9. Mai vorigen Jahres unter dem Jubel islamistischer Massen wegen Blasphemie zu zwei Jahren Haft verurteilt. Laut der christlich-ökumenischen Organisation Jakarta Christian Communication Forum handelt es sich bei Pastor Moses um den ersten christlichen Gemeindeleiter, dem Gotteslästerung angelastet wird.

    Bitte, appellieren Sie an den indonesischen Staatspräsidenten und bitten um umgehende Freilassung. Die  Appelladresse lautet: Seine Exzellenz Staatspräsident Joko Widodo via Botschaft der Republik Indonesien, Lehrter Str. 16-17, 10557 Berlin, Fax: 030 44737142. Sie können dazu den >>>Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Er ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

  • Gefangener des Monats Juni: Iranischer Konvertit in Haft

    Frankfurt am Main: Als „Gefangenen des Monats Juni“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den iranischen Christen Aziz Majidzadeh benannt. Sie rufen dazu auf, sich für ihn mit Hilfe von Appellen einzusetzen und für ihn zu beten. Sicherheitskräfte nahmen den 54-jährigen ehemaligen Muslim am 2. März dieses Jahres in einer Werkstatt nahe der Stadt Karaj unweit von Teheran fest.

    Der vom Islam konvertierte Christ geriet zusammen mit Glaubensgeschwistern in eine Falle: Die Sicherheitskräfte holten zunächst einen anderen Konvertiten aus dessen Wohnung ab und setzten diesen als Köder ein. Sie begleiteten ihn in die Werkstatt, stellten sich dort selbst als ein befreundetes christliches, persischsprachiges Fernsehteam vor. So konnten sie dort unter den zahlreichen christlichen Angestellten filmen, ohne Verdacht zu erregen.

    Mit Majidzadeh kamen 20 weitere Christen in Haft, von denen die meisten nach den Verhören wieder freikamen. Er blieb aber in Haft und wurde dort misshandelt. Zunächst blieb sein Aufenthaltsort geheim. Nach 45 Tagen durfte er seine Familie kontaktieren, die auf diese Weise erfuhr, dass er im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten wird. –  Immer mehr Muslime im Iran nehmen den christlichen Glauben an; bis zu vier Millionen Ex-Muslime treffen sich im Verborgenen, da der Abfall vom Islam im Iran als todeswürdiges Verbrechen gilt.

    Bitte, appellieren Sie an den iranischen Präsidenten Hassan Rohani mit der Bitte um sofortige Freilassung des Christen.

    Die Appelladresse: An den Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Seine Exzellenz Hassan Rohani, via Botschaft des Iran, Podbielskiallee 67, 14195 Berlin.

    Für den Appell können sie den >>>vorbereiteten Muster-Appellbrief verwenden – er ist lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen. – Herzlichen Dank für die Unterstützung der Aktion!

  • China: Hauskirchen-Pastor wegen Mission im Gefängnis

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Mai“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den chinesischen Christen John Sanqiang Cao benannt. Seit 5. März vorigen Jahres befindet sich der prominente Pastor einer Hauskirche in Haft, zurzeit im Menglian Landesgefängnis. In diesem März verurteilte ihn ein Gericht als angeblichen Drahtzieher illegaler Grenzübertritte zu sieben Jahren hinter Gittern. Im Wa-Staat des an die chinesische Provinz Yunnan angrenzenden Myanmars hatte er Schulen aufgebaut, 50 chinesische Lehrkräfte dorthin vermittelt und die bedürftigen Kinder mit Schulmaterial versorgt. Für dieses sowie für das weitere herausragende soziale Engagement ist Cao, der mit einer US-Amerikanerin verheiratet ist, international bekannt. Zuletzt war er unter ständiger staatlicher Beobachtung, verheimlichte jedoch nichts, sondern bemühte sich vielmehr um staatliche Anerkennung seiner Initiativen. Ein weiterer chinesischer Christ, der mit Cao zusammen verhaftet wurde, ist inzwischen wieder frei. Beobachter befürchten, dass die kommunistische Führung an dem 58-jährigen Hauskirchenpastor ein Exempel statuieren möchte, um möglichst viele Christen in China einschüchtern zu können.

    Bitte, appellieren Sie an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und bitten um sofortige Freilassung des Inhaftierten. Die Appelladresse lautet: Seine Exzellenz Staatspräsident Xi Jinping, via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin. Sie können dazu den >>>vorbereiteten Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Er ist lediglich mit Absender, Datum und Unterschrift zu versehen. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

  • Pakistan: Junger Christ wegen angeblicher Cyber-Blasphemie in Haft

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats April“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den pakistanischen Christen Patras Masih benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den 21-Jährigen einzusetzen und für ihn zu beten. Am 19. Februar stellte sich der junge Mann aus einem Vorort von Lahore der Polizei, nachdem ein von einer islamistischen Organisation angeführter Mob in der christlichen Siedlung, in der er mit seiner Familie lebte, gedroht hatte, die Häuser niederzubrennen. Rund 800 Christen mussten sich in Sicherheit bringen.

    Die Fanatiker werfen Patras, der als Reinigungskraft in einer Bank arbeitete, vor, bereits am 16. Januar in einer Facebook-Messenger-Gruppe ein gotteslästerliches Bild gesendet zu haben: Dies zeige einen Mann, wie er auf der Kuppel einer besonders ehrwürdigen Moschee steht. Sie sehen darin den Tatbestand der Beleidigung des Propheten Mohammed erfüllt, der in Pakistan die Todesstrafe zur Folge hat. Seine Rechtsanwältin Aneeqa Anthony hält es für ausgeschlossen, dass Patras das Bild verschickte.

    Besonders dramatisch entwickelte sich die Geschichte, als Patras‘ Cousin Sajid, der derselben Messengergruppe angehört haben soll, ebenso unter Verdacht geriet und beim Verhör von der Staatsanwaltschaft gefoltert, sowie sexuell bedrängt wurde. Um der Tortur zu entgehen, sprang er aus dem vierten Stock und verletzte sich so lebensgefährlich. Die Familie bangt weiterhin um sein Leben. – Bitte, appellieren Sie über die pakistanische Botschaft in Berlin an den Staatspräsidenten und bitten um sofortige Freilassung. Die Appelladresse lautet:

    Seine Exzellenz Präsident Mamnoon Hussain
    via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan
    Schaperstraße 29, 10719 Berlin, Fax: 030/21244210.
    Sie können dazu den vorbereiteten >>>Muster-Appell-Brief herunterladen und ausdrucken. Er ist nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen und kann in einem Fensterbrief-Umschlag versandt werden (Porto: 70 ct)