Gefangene Pakistan

  • Pakistan: Christ seit zwei Jahrzehnten in der Todeszelle

    Pakistan: Christ seit zwei Jahrzehnten in der Todeszelle

    Frankfurt am Main. Zum Gefangenen des Monats Mai 2023 haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die evangelische Nachrichtenagentur IDEA den pakistanischen Christen Anwar Kenneth benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den von der Todesstrafe bedrohten 66-Jährigen, ehemaligen Beamten der Fischereiverwaltung einzusetzen. Der Katholik aus Lahore-Gawalmandi in der Provinz Punjab befindet sich bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten hinter Gittern. Am 15. Juni 2001 nahm ihn die Polizei fest. Am 18. Juli 2002 erging das Todesurteil wegen angeblicher Gotteslästerung, weil er in Briefen an örtliche Geistliche islamischen Glaubenssätzen widersprochen hatte. Am 30. Juni 2014 wurde das Urteil von der nächsten Gerichtsinstanz bestätigt. Der pakistanischen Rechtshilfe-Organisation CLAAS zufolge leidet der Inhaftierte an psychischen Problemen. So konnte er wohl die Gefahr seiner Aktion nicht erkennen. Seit der Einführung der Blasphemiegesetze ab 1985 ist jeglicher Zweifel an islamischen Glaubenssätzen sowie die Verteidigung der Dogmen anderer Religionen faktisch verboten und kann zumindest lange Haftstrafen nach sich ziehen. Inzwischen ist der Fall auf Antrag des Verurteilten beim Obersten Gerichtshof in Pakistan anhängig. Seit Jahresbeginn 2023 wird ein Verteidiger für Anwar Kenneth gesucht. Angesichts seines verbrieften Rechts, in der Öffentlichkeit seine Glaubensüberzeugungen bekennen zu dürfen, der grundsätzlichen Zweifel an seiner Schuldfähigkeit sowie der langen Haftdauer, bitten IGFM und IDEA, an den pakistanischen Präsidenten Arif Alvi zu appellieren, sich für ein zügiges Berufungsverfahren, sowie für seine körperliche Unversehrtheit einzusetzen.

    Die Appell-Adresse: Staatspräsident Arif Alvi via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstr. 29, 10719 Berlin, Fax 030 21244210.

    Für den Appell können Sie den Musterbrief (siehe unten) herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist.

  • Pakistan: Christ wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt

    Pakistan: Christ wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Oktober 2022“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den pakistanischen Christen Nadeem James benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den von der Todessstrafe bedrohten 32-jährigen Vater von zwei Kindern einzusetzen. Der katholische Christ aus Sarai Alamgir im Distrikt von Gujrat (Provinz Punjab) stellte sich am 12. Juli 2016 der örtlichen Polizei, nachdem sie nach ihm gesucht und seine zwei Schwägerinnen festgenommen hatte.

    Dem ausgebildeten Schneider, der weder Lesen noch Schreiben gelernt hat, wird Blasphemie (Gotteslästerung), insbesondere die Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed vorgeworfen. In erster Gerichtsinstanz wurde er deswegen bereits am 14. September 2017 zum Tode verurteilt. Mittlerweile wartet er seit fünf Jahren auf sein Berufungsverfahren.

    Nadeem James soll angeblich am 4. Juli 2016 ein despektierliches Gedicht an seinen Freund Yasir Bashir über die Kurznachrichten-Anwendung WhatsApp geschickt haben. Laut Verteidigung sei dies zu einem Zeitpunkt gewesen, währenddessen er mit diesem und zwei weiteren Freunden zerstritten war, sich mit ihnen aber noch traf, um zu diskutieren. Die drei muslimischen Männer versuchten, ihn zur Annahme des islamischen Glaubens zu drängen. James beharrte aber darauf, Christ bleiben zu wollen und bat vergeblich um Verständnis. Schließlich zeigte ihn Bashir wegen Gotteslästerung an.

    Bitte, appellieren Sie an den pakistanischen Präsidenten Arif Alvi und bitten ihn, sich für ein zügiges Berufungsverfahren, sowie für seine körperliche Unversehrtheit einzusetzen.

    Die Appell-Adresse: Staatspräsident Arif Alvi via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstr. 29, 10719 Berlin, Fax 030 21244210.

    Für den Appell können Sie den Musterbrief (siehe unten) herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist.

  • Pakistan: Christ droht Todesstrafe

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Juni 2021“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den pakistanischen Christen Stephen Mughal Masih benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den von der Todessstrafe bedrohten 42-Jährigen einzusetzen und zu beten. Stephen Masih wurde am 11. März 2019 in der Umgebung der Stadt Sialkot im Nordosten der Provinz Punjab wegen angeblicher Blasphemie (Gotteslästerung) festgenommen. Der Festnahme war eine Anzeige nach einem langjährigen Streit zwischen zwei muslimischen Nachbarn und seiner Familie vorausgegangen.

    Einer der Nachbarn drang am 11. März in das Haus der Familie ein und schlug Stephen Masih. Der Nachbar beschwerte sich, von draußen gehört zu haben, wie Masih laut und abschätzig über den islamischen Propheten Mohammed geschimpft habe, ein Verstoß gegen das Blasphemiegesetz 295 C. Dieser hat jedoch eine geistige Behinderung und ist nicht in der Lage, die Vorwürfe zu verstehen. Der zweite muslimische Nachbar kam hinzu und stachelte Gewaltbereite an, den Beschuldigten und seine Familie brutal zu attackieren, bevor schließlich die Polizei hinzukam, die einen Lynchmord verhinderte. Die kranke Mutter und elf weitere Familienangehörige mussten danach untertauchen und Stephens Bruder Francis verlor seinen Job und ist ohne Einkommen. Stephen Masih wird weiterhin im Distriktgefängnis festgehalten.

    Bitte, appellieren Sie an den pakistanischen Präsidenten Arif Alvi und bitten ihn, sich für die Freilassung des Inhaftierten einzusetzen.

    Die Appell-Adresse: Staatspräsident Arif Alvi via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstr. 29, 10719 Berlin, Fax 030 21244210.

    Für den Appell können Sie den Musterbrief (siehe unten) herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Sie können beim Download wählen zwischen der PDF- und Word-Version, sowie zwischen der deutschen und englischen Version.

    Grundsätzlich empfehlen wir für Länder mit der Amtssprache Englisch (Pakistan, Indien,…) die englische Fassung des Appellbriefes. – Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Pakistan: Freilassung von Stephen Masih abgelehnt

    Der „Gefangene des Monats Juni 2021“, der Christ Stephen Masih, von Geburt an geistig behindert, wurde am 11. März 2019 nach §295 C des pakistanischen Gesetzbuches wegen abfälliger Bemerkungen über den Propheten Mohammed angeklagt. Es droht somit die Todesstrafe. Der medizinische Bericht einer Expertenkommission bescheinigt dem Angeklagten eine “bipolare affektive Störung” und “Verhandlungsunfähigkeit”. Trotzdem lehnte das Gericht aufgrund der religiösen Intoleranz gegenüber „Gotteslästerern“ eine Freilassung gegen Kaution ab. 

    Das den Angeklagten verteidigende The Voice Team erhielt Morddrohungen und die Drohung, bei Weiterverfolgung des Falls selbst der Blasphemie angeklagt zu werden. 

    Das „The Voice Team“ von Aneeqa Maria Anthony bittet um Gebetsunterstützung. 

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  • Pakistan: Nach Debatte über Bibel droht Todesstrafe

    Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats März 2021“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den pakistanischen Christen Salamat Mansha Masih benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den 30-jährigen Prediger und seinen Freund Harun Ayub Masih einzusetzen und für sie zu beten. Salamat Mansha wurde am Nachmittag des 13. Februar in einem Park in der Stadt Lahore, der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Punjab, wegen angeblicher Blasphemie (Gotteslästerung) festgenommen. Salamat Mansha saß dort mit seinem 25-jährigen Freund, der noch studiert. Sie diskutierten über ein Buch mit dem Titel „Wasser des Lebens“ und dessen biblische Bezüge.

    Schüler im Alter von 14 oder 15 Jahren kamen zu ihnen und lauschten, woraufhin einer von ihnen die Christen aufforderte, die Lektüre und Diskussion zu unterlassen. Es sei verboten, unter freiem Himmel über die Bibel zu sprechen. „Wir haben sie nicht eingeladen, uns zuzuhören“, berichtete Harun Ayub später seiner Anwältin. Nachdem eine Debatte entfacht war, verließ er den Park und ging nach Hause, während sich jedoch Salamat Mansha noch weiter dort aufhielt. Die Schüler alarmierten daraufhin die Parkaufsicht. Sie warfen den beiden Christen vor, missioniert und ihre Gefühle als Muslime verletzt zu haben. Sie hätten die Meinung vertreten, der islamische Prophet Mohammed sei vom rechten Weg abgekommen.

    Die Schüler riefen schließlich Mitglieder der radikalislamischen Partei TLP herbei, die beide Christen anzeigten. Bevor Salamat Mansha den Park verlassen konnte, wurde er bereits von der Polizei festgenommen.

    Bitte, appellieren Sie an den pakistanischen Präsidenten Arif Alvi und bitten ihn, sich für die Freilassung von Salamat Mansha und Haroon Ayub einzusetzen.

    Die Appell-Adresse: Staatspräsident Arif Alvi via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstr. 29, 10719 Berlin, Fax 030 21244210.

    Für den Appell können Sie den Musterbrief (deutsch oder englisch – siehe unten) herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Zu bevorzugen ist die englische Übersetzung. – Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!