Kategorie: Nachrichten

  • Iran: Drei Iraner hingerichtet – IGFM kein Frieden mit dem Mullah Regime möglich

    Frankfurt am Main, 24. Juni 2025 – Das Fortbestehen des Mullah-Regimes wird zu einem massiven Anstieg von Verfolgung, Folter und Hinrichtungen führen, warnt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Weder mit Putin noch mit dem Mullah-Regime werden aktuell sogenannte Verhandlungen für Frieden sorgen, berichtet die IGFM. Nur entschiedener Widerstand gegen den Totalitarismus kann Menschenleben und Menschenrechte schützen, so die Menschenrechtsorganisation.

    „Nicht nur bleiben ukrainische und israelische Leben durch Raketen- und Bombenterror weiterhin gefährdet, sondern insbesondere zehntausende Iraner und Iranerinnen, die noch stärker als zuvor Opfer des Staatsterrorismus der Mullahs werden. Bereits heute morgen wurden in der nordwestiranischen Stadt Urmia drei Männer hingerichtet, laut gleichgeschaltetem Justizwesen seien sie angeblich alle Mossad-Spione gewesen. Die IGFM mahnt daher Europa und die US-Administration: Unter den Mullahs wird es keinen Frieden im Iran und im Nahen Osten geben. So gut wie die gesamte iranische Demokratiebewegung ist zudem der Ansicht, dass das Fortbestehen des Regimes jetzt unwillkürlich zu einem Blutbad führen werde,“ berichtet Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der deutschen IGFM-Sektion.

    Situation der politischen Gefangenen

    Nach der Zerstörung des Eingangstors und Teilen des Besuchertrakts des Evin-Gefängnisses durch einen israelischen Angriff sorgen sich Familienangehörige um die dort festgehaltenen politischen Gefangenen. So wurden einige Inhaftierte mit vorgehaltener Waffe in das überfüllte Zentralgefängnis Teheran verlegt. Medikamente durften nicht mitgenommen werden, die hygienischen Bedingungen dort seien katastrophal, die Häftlinge schliefen auf dem Boden. Viele der in Evin inhaftierten Frauen sind ersten Berichten zufolge in das Frauengefängnis Qarchak verbracht worden, auch dort sind die Bedingungen katastrophal. Weitere Personen wie der Menschenrechtsaktivist Hossein Ronaghi wurden festgenommen. Die IGFM sorgt sich zudem um den schwedisch-iranischen Staatsbürger Ahmadreza Djalali, der vor Jahren willkürlich zum Tode verurteilt wurde. Laut seiner Ehefrau Vida Mehrannia wurde der Wissenschaftler aus dem Zentralgefängnis Teheran an einen unbekannten Ort gebracht.

    Totalüberwachung auf dem Weg

    Weitere Überwachungsmaßnahmen sind geplant, so kündigte der Generalstaatsanwalt der Provinz Golestan die Gründung eines Überwachungskomitees an, in welchem die Revolutionsgarden, das Geheimdienstministerium, die Polizei und die staatliche Rundfunkanstalt IRIB vertreten sein sollen. Dies führe unweigerlich zu weiteren Festnahmen, warnt die IGFM.

  • Syrien: Über 200 Tote bei militärischem Angriff und ethnischer Säuberung

    Frankfurt am Main, 17. Juli 2025 – Syrische Regierungstruppen, die von verbündeten Milizen unterstützt werden, haben mit äußerster Brutalität die drusische Stadt Suwayda angegriffen, die medizinische Infrastruktur ins Visier genommen und zahlreiche zivile Opfer verursacht. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist zutiefst besorgt über die eskalierende humanitäre Krise im Süden Syriens, insbesondere in der Provinz Suwayda. Die Menschenrechtsorganisation verurteilt die Angriffe auf Zivilisten aufs Schärfste und fordert die syrische Übergangsregierung auf, die Feindseligkeiten unverzüglich einzustellen und die Rechte aller ethnischen und religiösen Gemeinschaften, insbesondere der Drusen, zu respektieren.

    „Die neuen syrischen Machthaber und die mit ihr verbündeten islamistischen Rebellen treiben die Islamisierung des Landes gewaltsam voran. Im März wurden Tausende von Alawiten angegriffen und getötet. Jetzt richten sich die Angriffe gegen die sehr bekannte und traditionsreiche drusische Minderheit. Die IGFM erinnert erneut daran, dass es sich bei den neuen Machthabern der HTS um eine Terrorgruppe handelt, die zunächst mit der Terrormiliz IS und dann unter dem Namen Al Nusra mit Al Qaida verbunden war“, erklärt Valerio Krüger, Sprecher der deutschen Sektion der IGFM.

    Lokalen Quellen zufolge wurden bereits über 200 Drusen getötet. Das medizinische Personal im Nationalkrankenhaus von Suwayda hat angesichts des katastrophalen Zustands dringend um Hilfe gebeten. Anstatt zu deeskalieren, reagierte das syrische Regime mit einer Machtdemonstration: Es verlegte Armeeeinheiten in die Provinz, beschoss Wohngebiete und setzte Berichten zufolge FPV-Drohnen gegen lokale drusische Milizen ein, die ihre Gemeinden verteidigten. Videos, die im Internet kursieren, zeigen, wie drusische Zivilisten von islamistischen Milizen gedemütigt werden. Dieselben Gruppen, die nach ihrer Machtergreifung und ihren Versprechen, die Menschenrechte aller Bürger zu achten, von zahlreichen Politikern mit Vorschusslorbeeren überhäuft wurden, zeigen erneut ihr wahres Gesicht, kritisiert die IGFM.

    Israel schützt die drusische Gemeinschaft

    Als Reaktion auf den Angriff des Regimes hat Israel eine Reihe von Militärschlägen gegen Stellungen der syrischen Armee in Suwayda, Izraa (Provinz Daraa) und sogar Damaskus durchgeführt. Zu den Zielen gehörten ein Konvoi der syrischen Armee, der mit pro-türkischen Milizen in Verbindung steht, das Gebäude des syrischen Verteidigungsministeriums und das Hauptquartier des Generalstabs im Zentrum von Damaskus. Die israelischen Behörden haben den Schutz der drusischen Gemeinschaft als eine nationale Priorität bezeichnet und der syrischen Regierung ein Ultimatum gestellt: Rückzug aus Suwayda oder weitere Konsequenzen.

    Die IGFM fordert die Vereinten Nationen, die EU und regionale Mächte auf, Druck auf das syrische Regime auszuüben, damit es die Gewalt beendet und Korridore für humanitäre Hilfe öffnet.